Loknummer Güterzugtenderlokomotive
91 134
Lokbild
Fabriknummer: 4843 Baujahr: 1898
Fabrikant: Elsässische Maschinenbaugesellschaft Grafenstaden
Bauart: 1' C n2t Länge über Puffer: 10.650 mm
Gattung: Gt 34.14 Dienstmasse: 59 t
Leistung: 460 PSi Feuerungsart: Rostfeuerung
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Treib- und Kuppelraddurchmesser: 1.350 mm
Laufraddurchmesser vorne / hinten: 1.000 mm / ---
Indienststellung: 12 - 1898 erste Beheimatung: ---
Z-Stellung: 06.08.1966 letzte Beheimatung: Bahnbetriebswerk Schwerin
Eigentümer: Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V. betriebsfähig
Dieses Fahrzeug kann in der Fahrzeughalle des Museums besichtigt werden.

Anschriften Im Jahre 1893 erhielt die Union Gießerei Königsberg von der Preußischen Staatsbahn den Auftrag eine Güterzugtenderlokomotive zu entwickeln. So entstand die T9.2.
Die Nassdampflok ist in einer Stückzahl von 235 gebaut worden. Die Lok 91 134 entstand 1898 in der Elsässischen Maschinenfabrik Graffenstaden unter der Fabrik-Nr. 4843. Sie erhielt die Bezeichnung „1858 SAARBRÜCKEN“ und nach dem I. Weltkrieg „7128 TRIER“.
Nach Bildung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) besaß sie ab 1925 die Betriebsnummer 91 048. 1929 erfolgte der Verkauf zur Braunschweigischen Landeseisenbahn, mit Änderung der Bezeichnung in Lok 49. Im Jahr 1938 kehrt das Fahrzeug als 91 134 zur DRG zurück. Über die Bahnbetriebswerke Braunschweig, Helmstedt, Magdeburg-Buckau und -Hauptbahnhof kam die Lok Jahr 1947 in das Bahnbetriebswerk Schwerin, wo sie meist als Rangierlok auf dem Schweriner Hauptbahnhof bis 1963 im Einsatz blieb. Die letzten Einsatzorte vor der Ausmusterung am 3. Juni 1966 waren Neuruppin und Rostock.
Da die Lok auf der Liste der zu erhaltenden Zeitzeugen stand, erfolgte 1977 in Meiningen eine museale, äußere Aufarbeitung, wobei wichtige Teile, wie Kolben und Schieber, verschrottet wurden.
1985 gelang es engagierten Schweriner Eisenbahnern die 91 134 in ihre alte Heimat zurückzuholen. Die fehlenden Teile und ein maroder Kessel erschwerten eine betriebsfähige Wiederaufarbeitung. Diese Probleme konnten durch Eigeninitiative gelöst werden. Neue Kolben entstanden im Bahnbetriebswerk Schwerin. Der Langkessel wurde von der Warnow-Werft in Rostock gebaut. Nach der Wende spendeten Braunschweiger Eisenbahnfreunde die fehlenden Schieber. So vorgerüstet erhielt die Lokomotive 1991 in Meiningen eine Hauptuntersuchung, bezahlt vom damaligen Eigentümer, der Deutschen Reichsbahn.
Als Zuglok vor historischen Personenzügen und auf Ausstellungen begeisterte sie damals als eine der ältesten regelspurigen betriebsfähigen Dampflokomotiven in Deutschland viele Menschen. Nach Ablauf der Instandhaltungsfristen 1999 erfolgte eine Abstellung im Eisenbahnmuseum in Schwerin.
Bestens gepflegt ist die Lokomotive heute technisches Denkmal der Landeshauptstadt Schwerin und seit August 2006 Eigentum des gemeinnützigen Vereins „Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin“. Von Juni 2009 bis Juni 2012 war die Lokomotive wieder betriebsfähig und fuhr mit dem historischen Personenzug durch Mecklenburg. Bei der notwendigen Kesseluntersuchung wurde ein Kesselschaden festgestellt, was die Stilllegung zur Folge hatte.
Die Lokomotive befand sich seit Juni 2015 zur betriebsfähigen Aufarbeitung im Dampflokwerk Meiningen und kehrte am 18.02.2016 nach ihrer HU nach Schwerin zurück.