Die Schnellfahrlokomotive 18 201 ist derzeit die weltweit schnellste betriebsfähige Dampflokomotive. Die Maschine ist deuschlandweit auf verschiedenen Veranstaltungen und Bahnhofsfesten zu Gast und wird regelmäßig auch vor internationalen Sonderzügen eingesetzt.

Für eine Sonderfahrt am 16.05.2015 von Kiel über Lübeck, Rostock, Stralsund nach Putbus und zurück kam die Lokomotive 18 201 nach Norddeutschland, wobei die Maschine erst ab Lübeck den Sonderzug übernommen hat. Der Wagenpark wurde aus Schnellzugwagen der Deutschen Reichsbahn zusammengestellt, die teilweise auch aus den Regierungszügen der ehemaligen DDR stammen.
Die Überführung des Sonderzuges aus der Lutherstadt Wittenberg nach Lübeck erfolgte am 15.05.2015 und wurde für einen mehrstündigen Aufenthalt in Schwerin unterbrochen. Die Ankunft im Schweriner Hauptbahnhof war mit einer einstündigen Verspätung gegen 11:35 Uhr auf Bahnsteig 1 (Gleis 2). Während des Aufenthaltes wurden bei der Lokomotive die Betriebsstoffe ergänzt. Beide Tender wurden über einen Hydrant mit Wasser versorgt. Während dieser Prozedur konnte die Lokomotive auf Gleis 6 beobachtet und fotogrfiert werden. Danach rangierte die Lokomotive auf die Anschlussbahn des Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseums. Hier erhielt das Personal die notwendige Stromversorgung für die Pumpen des Zusatztenders, um die Heizölvorräte in den Haupttender umzubunkern. Der Zusatztender wurde bis zur Rückfahrt des Zuges zwei Tage später auf dem Museumsgelände abgestellt. Dieser durfte für die Fahrt nach Lübeck nicht mehr mitgeführt werden, da die Lokomotive ab dem Bahnhof Bad Kleinen den Zug mit Tender voraus befördern musste. Der Sonderzug verließ nach Abschluss aller notwendigen Arbeiten gegen 14:10 Uhr den Schweriner Hauptbahnhof.
Die Rückfahrt der Zuges von Lübeck nach Lutherstadt Wittenberg erfolgte zwei Tage später am 17.05.2015. Auch an diesem Tag wurde die Fahrt wieder für mehrere Stunden in Schwerin unterbrochen. Nach Ankunft der Zuges gegen 13:30 Uhr auf Bahnsteig 4 (Gleis 5) wurden auch diesmal die Vorräte auf Gleis 6 im Bahnhof sowie auf dem Museumsgelände ergänzt. Gegen 16:55 Uhr erfolgte die Abfahrt nach Wittenberg.