Mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft im Jahr 1920 entstand in Deutschland das flächenmäßig größte Verkehrsunternehmen. Um diesen Betrieb verwalten zu können, wurde dieser territorial in Direktionsbezirke aufgeteilt. Diese verwaltungstechnische Unterteilung wurde auch bei der Deutschen Reichsbahn nach 1945 beibehalten. So gab es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR acht Reichsbahndirektionen. Die Leitung einer Reichsbahndirektion (Rbd) wurde von einem Präsidenten übernommen. Jedoch gab es in der Geschichte der deutschen Eisenbahnen eine Ausnahme. An der Spitze der Rbd Schwerin stand seit 1982 bis zur Gründung der Deutschen Bahn AG eine Präsidentin, Frau Renate Fölsch.

Über ihren beruflichen Werdegang bei der Deutschen Reichsbahn hat Frau Fölsch ein Buch geschrieben, das im Jahr 2008 als Band 22 in der Reihe „Schriften zur Geschichte Mecklenburgs” erschienen ist.
Die öffentliche Vorstellung dieser Autobiographie fand am 26.04.2008 in Verbindung mit einem Öffnungstag-Spezial in der Fahrzeughalle des Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseums statt. Die Autorin hat vor dem anwesenden Publikum einige interessante Passagen aus dem Buch zitiert. Ergänzt wurde die Buchlesung durch die Präsentation ausgewählter Bilder. Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es eine Autogrammstunde. Dabei signierte Frau Fölsch einige Exemplare des Buches mit einer persönlichen Widmung und es ergaben sich auch persönliche Gespräche zwischen der Autorin und den anwesenden Gästen.


Einmalig bei den Deutschen Bahnen
eine Frau als Präsident der Reichsbahndirektion Schwerin

Mit dem Band 22 der Reihe „Schriften zur Geschichte Mecklenburgs” liegt nunmehr eine Autobiographie vor. Es ist die von Renate Fölsch, einer sehr bemerkenswerten Persönlichkeit, mit der zum ersten Mal bei den deutschen Eisenbahnen eine Frau über eineinhalb Jahrzehnte als Vizepräsident und als Präsident verantwortlich wirkte. Sie prägte von 1975 bis 1982 als Vizepräsident und von 1982 bis 1990 als Präsident den Reichsbahndirektionsbezirk Schwerin, der die Gebiete der Reichsbahnämter Rostock, Güstrow und Wittenberge umfasste und in dem 16500 Eisenbahner und Eisenbahnerinnen arbeiteten. Die Erinnerungen einer viele Jahre in der Deutschen Reichsbahn verantwortlich handelnden Führungspersönlichkeit bieten die Chance, Verständnis für wirtschaftliche und politische Prozesse in der DDR im vereinten Deutschland zu gewinnen.


Informationen und Vertrieb direkt bei der Autorin:

Renate Fölsch, Unter den Pappeln 1, 17214 Alt Schwerin; e-Mail: n.foelsch@t-online.de

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Autorin, Abschrift vom Buch